Die Klasse als soziales System verstehen
Konflikte, Lautstärke, Rückzug oder Ausgrenzung entstehen selten isoliert. Ich schaue deshalb auf Beziehungen, Rollen, Regeln und Dynamiken in der gesamten Klasse – ohne einzelne Kinder festzuschreiben.
Das Gesicht hinter TEAMPROFI.schule
Naturerlebnisgestalter
Staatlich zertifizierter Waldpädagoge · ausgebildeter Erlebnispädagoge · Achtsamkeitstrainer. Als Naturerlebnisgestalter gestalte ich Erfahrungsräume in der Natur, in denen Wahrnehmung, Beziehung und soziales Lernen zusammenkommen – klar, wertschätzend und passend zur jeweiligen Gruppe.
Konflikte, Lautstärke, Rückzug oder Ausgrenzung entstehen selten isoliert. Ich schaue deshalb auf Beziehungen, Rollen, Regeln und Dynamiken in der gesamten Klasse – ohne einzelne Kinder festzuschreiben.
Ein Sozialkompetenztraining lebt von Aufgaben, die eine Gruppe wirklich herausfordern und zugleich bewältigbar bleiben. Im gemeinsamen Tun werden Kommunikation, Führung, Rücksicht, Frustration und Zusammenarbeit sichtbar. Erst danach wird reflektiert: Was ist passiert? Was hat geholfen? Was nehmen wir in den Alltag mit?
Wenn es zur Klasse und zum Auftrag passt, arbeite ich an einem außerschulischen, naturnahen Lernort. Der Wald ist dabei keine Kulisse. Bewegung, Materialien, Abstand zum Schulalltag und ein neuer gemeinsamer Raum machen andere Erfahrungen möglich. Wenn ein externer Lernort nicht passend ist, findet das Training selbstverständlich an der Schule statt.
Kinder und Jugendliche brauchen keine Belehrung von oben. Sie brauchen eine klare, respektvolle Begleitung, die sie ernst nimmt, Grenzen benennt und ihnen zutraut, Lösungen mitzuentwickeln.
Als Naturerlebnisgestalter verbinde ich Sozialkompetenztraining mit Waldpädagogik, Erlebnispädagogik, BNE und Achtsamkeit. Die fachliche Grundlage bilden meine staatliche Zertifizierung als Waldpädagoge, die Ausbildung zum Erlebnispädagogen sowie die Qualifikation als Achtsamkeitstrainer. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Methoden aneinanderzureihen. Entscheidend ist ein Lernaufbau, der zur Gruppe, zum Alter und zum pädagogischen Ziel passt.
Ich bin Mitglied im Vorstand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Nordrhein-Westfalen (SDW NRW). Darüber hinaus arbeite ich als Referent der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU), als Gastdozent an der Sporthochschule Köln zum Thema Waldbaden sowie als Ausbilder und Berater für Waldbaden, Stressreduktion, Naturverbindung und „BNE leben und vermitteln“.
Ich bin Mitautor des Fachbuchs Naturgestützte Interventionen: Grüne Therapien, naturnahe Aktivitäten, nachhaltige Prävention (Klett-Cotta).
Meine Beiträge darin:
Die Fachartikel zeigen, was auch TEAMPROFI.schule prägt: Natur kann ein sorgfältig gestalteter Erfahrungsraum sein – für Beziehung, Teilhabe, Selbstwirksamkeit und gemeinsames Lernen.
Ich bleibe dein Ansprechpartner: vom Erstgespräch über die Auftragsklärung bis zur Auswertung. Zugleich verfüge ich über ein großes Netzwerk unterschiedlich, aber mindestens gleichwertig qualifizierter Kolleg:innen. Das erlaubt mir, für jeden Auftrag genau passende Trainer:innen zu besetzen – damit die Gruppengröße handhabbar bleibt und die pädagogische Begleitung aufmerksam ist.
Ein Ortswechsel schafft Abstand zum gewohnten Schulalltag. In Bewegung und bei gemeinsamen Aufgaben können Kinder und Jugendliche sich anders erleben; Rollen werden sichtbarer und neue Erfahrungen möglich. Der Naturraum wird nur dort eingesetzt, wo er zum Auftrag und zur Gruppe passt.
Nein. Wenn ein außerschulischer Lernort organisatorisch oder pädagogisch nicht passend ist, kann das Training auch an der Schule stattfinden.
Leitung und Ansprechpartnerschaft liegen bei Hermann Schmidt. Zugleich verfügt er über ein großes Netzwerk unterschiedlich, aber mindestens gleichwertig qualifizierter Kolleg:innen – so können für jeden Auftrag passende Trainer:innen besetzt werden.
Der Schwerpunkt liegt auf den Klassen 3 und 4 der Grundschule sowie auf den Klassen 5 und 6 aller Schulformen. Angebote für weitere Jahrgangsstufen sind nach Absprache möglich.
Mein beruflicher Weg begann in der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing. Diese Erfahrung prägt meinen Blick bis heute: Ich arbeite strukturiert, denke in klaren Zielen und behalte die praktische Umsetzbarkeit im Blick.
Ein Sabbatical und eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela haben meinen beruflichen Weg neu ausgerichtet. Aus der eigenen Erfahrung, wie sehr Natur, Bewegung und echte Begegnung Menschen verändern können, ist der Wunsch entstanden, diese Räume auch für Bildung und Entwicklung zu öffnen.
Heute verbinde ich beide Perspektiven: eine klare, verlässliche Planung und eine Pädagogik, die nicht bei Konzeptpapieren stehen bleibt. Kinder und Jugendliche sollen sich ausprobieren, einander neu erleben und erfahren, dass ihr Verhalten in einer Gruppe etwas bewirkt.
Mehr als 2.000 Stunden in Einzelpädagogischen Maßnahmen (EPM) haben meinen pädagogischen Blick geprägt. EPM richten sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund schwerer biografischer Belastungen und multipler Problemlagen im regulären Gruppenkontext der Jugendhilfe nicht (mehr) erreichbar sind. Dort habe ich junge Menschen in genau solchen herausfordernden Lebenslagen begleitet – individuell, beziehungsintensiv und mit dem Blick darauf, was Stabilisierung, Beziehung und Teilhabe möglich macht.
Diese Erfahrung ist für meine Arbeit mit Klassen besonders wertvoll – auch im Kontext von Inklusion. Sie erinnert mich daran, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten und nicht ein einzelnes Kind zum „Problem“ zu machen. Entscheidend ist immer auch die Frage: Was geschieht in der Gruppe? Welche Rolle hat ein Kind übernommen? Welche Ressourcen werden übersehen? Und was braucht die Gemeinschaft, damit Teilhabe gelingen kann?
Auch die Leitung von Flüchtlingseinrichtungen hat meinen Blick für Krisen, unterschiedliche Lebensgeschichten und interkulturelle Verständigung erweitert.
Die folgende Liste unterlegt meine Arbeit als Naturerlebnisgestalter – sie zeigt die fachliche Grundlage, nicht die Berufsbezeichnung selbst.
Fort- und Weiterbildung gehören für mich selbstverständlich dazu. Die Liste zeigt die fachliche Grundlage meiner Arbeit; im Mittelpunkt bleibt aber immer die Frage, was einer konkreten Klasse tatsächlich hilft.
Du möchtest wissen, welches Format zu deiner Klasse, deinem Kollegium oder deinem Förderthema passt? In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir die nächsten sinnvollen Schritte.
Hermann Schmidt · TEAMPROFI.schule · Sozialkompetenztraining für Schulen in NRW und nach Absprache darüber hinaus