Wissensbegriff

Auftragsklärung

Auftragsklärung ist das gemeinsame Sortieren: Was braucht die Klasse gerade, was soll das Training ermöglichen und was liegt im Einflussbereich aller Beteiligten?

Bedeutung für Schule und Klassengemeinschaft

Ein Training ist dann hilfreich, wenn es nicht nur ein allgemeines Thema bedient, sondern die tatsächliche Situation einer Klasse aufnimmt. Die Auftragsklärung schafft dafür einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Was beobachtet die Klassenleitung? Was beschäftigt die Kinder? Welche Entwicklung wäre realistisch und hilfreich?

Pädagogische Einordnung

Eine Anfrage beschreibt häufig zunächst nur einen Ausschnitt. „Die Klasse ist unruhig“ kann zum Beispiel mit Rollen, ungeklärten Konflikten, einem Übergang oder unterschiedlichen Bedürfnissen zusammenhängen. Auftragsklärung bedeutet deshalb nicht, vorschnell eine Diagnose zu stellen, sondern Beobachtungen zu sortieren und Ziele zu präzisieren.

Praxisbezug bei TEAMPROFI.schule

Vor dem Training werden Anliegen im Gespräch und über einen strukturierten Fragebogen aufgenommen. Daraus entsteht ein erster pädagogischer Plan – kein starres Drehbuch. Im Training bleibt Raum, auf das sichtbar werdende Gruppengeschehen angemessen zu reagieren.

Abgrenzung

Auftragsklärung ersetzt keine schulische Krisenintervention. Bei Hinweisen auf Mobbing, Gewalt oder eine akute Gefährdung müssen Schutz und Zuständigkeiten der Schule klar vorgehen.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 28.07.2026