Wissensbegriff

Ausgrenzung

Ausgrenzung bedeutet, dass eine Person oder Gruppe wiederholt oder situativ von Zugehörigkeit, Beteiligung oder Anerkennung ausgeschlossen wird.

Bedeutung für Schule und Klassengemeinschaft

Ausgrenzung kann offen oder leise geschehen: Kinder werden nicht gewählt, übergangen, abgewertet oder aus digitalen und analogen Gruppen ausgeschlossen. Nicht jede schwierige Begegnung ist bereits Mobbing. Sie verdient aber Aufmerksamkeit, weil Zugehörigkeit und Beteiligung zentrale Bedingungen für Lernen und Wohlbefinden sind.

Pädagogische Einordnung

Hilfreich ist der Blick auf Situationen statt auf Etiketten: Wer kann mitwirken? Wer wird gehört? Welche Gruppen bilden sich? Und welche Barrieren verhindern Teilhabe? So kann eine Klasse an Beteiligung arbeiten, ohne Betroffene vorzuführen.

Abgrenzung

Bei wiederholter, gezielter Ausgrenzung oder einem Machtgefälle muss die Schule genauer prüfen und handeln. Die Verantwortung liegt nicht beim betroffenen Kind, sich allein wieder „hineinzukämpfen“.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 25.07.2026