Bedeutung für Schule und Klassengemeinschaft
„Du bist doch immer die, die …“: Solche Sätze können Rollen in einer Klasse festschreiben. Sie machen Verhalten vorhersehbar, nehmen Kindern aber auch die Möglichkeit, sich anders zu zeigen. Besonders schwierig wird es, wenn ein Kind fast nur noch über ein negatives Etikett wahrgenommen wird.
Pädagogische Einordnung
Rollenzuschreibungen entstehen im Zusammenspiel der Gruppe. Sie sagen nicht die ganze Wahrheit über eine Person. Pädagogisch hilfreich ist es, konkrete Situationen zu beschreiben, statt Kinder mit festen Eigenschaften zu erklären.
Praxisbezug für Sozialkompetenztrainings
Neue Aufgaben und wechselnde Rollen können andere Beiträge sichtbar machen. In der Reflexion wird nicht gefragt, wer „eigentlich so ist“, sondern: Wer hat heute welche Rolle übernommen? Was war daran hilfreich? Was möchten wir künftig anders verteilen?
Abgrenzung
Eine Rollenzuschreibung zu verändern braucht Zeit. Einzelne Übungen ersetzen keine kontinuierliche Aufmerksamkeit im Klassenalltag.