Wissensbegriff

Wiedergutmachung

Wiedergutmachung bedeutet, Verantwortung für eine Grenzverletzung zu übernehmen und gemeinsam zu überlegen, welcher konkrete Schritt Schaden anerkennen und Vertrauen wieder aufbauen kann.

Bedeutung für Schule und Klassengemeinschaft

Eine Entschuldigung kann ein Anfang sein, Wiedergutmachung geht weiter: Was ist passiert? Welche Folgen hatte es? Was kann die Person konkret tun, um Verantwortung zu übernehmen? Der passende Schritt hängt von Situation und Betroffenen ab.

Pädagogische Einordnung

Wiedergutmachung darf nicht erzwungen oder zu einer bloßen Formel werden. Sie braucht Einsicht, Zeit und einen sicheren Rahmen. Betroffene dürfen Grenzen setzen; niemand muss eine Entschuldigung sofort annehmen.

Abgrenzung

Bei Mobbing, Gewalt oder schweren Grenzverletzungen reicht eine Wiedergutmachungsübung nicht aus. Schutz und schulische Intervention gehen vor.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 25.07.2026