Wissensbegriff

Kolbs Lernzyklus

Kolbs Lernzyklus beschreibt Lernen als Bewegung zwischen konkreter Erfahrung, Reflexion, Begriffsbildung und erneutem Ausprobieren.

Bedeutung für Schule

Kolbs Lernzyklus ordnet Erfahrungslernen in vier miteinander verbundene Schritte: etwas Konkretes erleben, darüber nachdenken, eine Erkenntnis formulieren und sie erneut erproben. Der Ablauf erklärt, warum eine gute Aufgabe allein noch keinen nachhaltigen Lerneffekt garantiert.

Pädagogische Einordnung

Das Modell ist eine Orientierung, keine starre Stundenplanung. Gruppen brauchen je nach Situation mehr Zeit fürs Handeln, fürs Innehalten oder für den Transfer. Entscheidend ist, dass Erfahrung und Nachdenken miteinander verbunden bleiben.

Praxisbezug

Nach einer Kooperationsaufgabe kann die Klasse kurz sammeln: Was ist geschehen? Was hat uns geholfen? Welche Vereinbarung testen wir in der nächsten Aufgabe oder morgen im Unterricht? Damit beginnt der Zyklus erneut.

Abgrenzung

Ein Lernzyklus ersetzt keine individuelle Förderung, Beratung oder Therapie. Auch macht das Modell keine Aussage darüber, dass jedes Erlebnis automatisch zu derselben Erkenntnis führt.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 25.07.2026