Wissensbegriff

Storming

Storming ist die Konflikt- und Aushandlungsphase einer Gruppe: Rollenkämpfe, Widerstände und das Ringen um Einfluss und Regeln.

Bedeutung für Schule und Naturraum

Im Storming wird verhandelt: Wer bestimmt mit? Welche Normen gelten? Konflikte treten offen oder verdeckt auf – und sind entwicklungspsychologisch oft notwendig.

Viele Klassenleitungen erleben Storming als „die Klasse kippt“. Pädagogisch ist es eine Chance: Regeln, Respekt und Konfliktkultur können neu gelernt werden – wenn der Rahmen trägt.

Pädagogische Einordnung

Storming gehört zu Tuckmans Phasenmodell. Es beschreibt Gruppenprozesse, nicht die „Schuld“ einzelner Kinder. Phasen können übersprungen, wiederholt oder gemischt auftreten.

Praxisbezug

In Trainings werden Konflikte oft sichtbar, bevor sie im Unterricht eskalieren. Genau dort kann Sprache für Bedürfnisse, Grenzen und Wiedergutmachung entstehen – besonders relevant in Klasse 6 und der Erprobungsstufe.

Abgrenzung / Missverständnis

Storming heißt nicht, Konflikte eskalieren zu lassen. Es heißt, sie als Gruppenaufgabe zu bearbeiten statt nur zu sanktionieren. Bei Hinweisen auf Mobbing oder Gewalt gelten schulische Schutzwege – ein Wissensartikel ersetzt keine Intervention.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 25.07.2026