Wissensbegriff

Forming

Forming ist die Orientierungsphase einer neuen Gruppe: Unsicherheit, Höflichkeit und das Suchen nach Sicherheit und Zugehörigkeit.

Bedeutung für Schule und Naturraum

Im Forming tastet sich die Gruppe ab: Wer gehört dazu? Welche Regeln gelten wirklich? Wie sicher ist dieser Raum?

In Klasse 5 und bei neu zusammengesetzten Gruppen ist Forming oft der Alltag. Wer hier zu früh auf Leistung und Konkurrenz setzt, erschwert Zugehörigkeit.

Pädagogische Einordnung

Forming stammt aus Tuckmans Modell der Gruppenentwicklung. Es ist eine Orientierungshilfe für Klassenleitungen – kein Stempel für einzelne Kinder und keine Garantie für einen festen Phasenverlauf.

Praxisbezug

Gute Begleitung schafft Orientierung, gemeinsame Erfolgserlebnisse und klare, faire Strukturen. Naturnahe Settings können helfen, weil alle neu anfangen – Rollen sind noch nicht festgefahren.

Abgrenzung

Forming ist nicht „friedlich gleich gelungen“. Es ist eine fragile Phase und die Grundlage für das, was folgt – einschließlich Storming. Das Modell ersetzt keine schulischen Schutz- oder Interventionswege.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 25.07.2026