Wissensbegriff

Ressourcenorientierung

Ressourcenorientierung richtet den Blick auf Fähigkeiten, gelingende Erfahrungen und hilfreiche Beziehungen – auch wenn eine Klasse vor Herausforderungen steht.

Bedeutung für Schule und Klassengemeinschaft

Eine Klasse ist mehr als ihre Konflikte. Oft gibt es schon Kinder, die gut vermitteln, Gruppen, die verlässlich zusammenarbeiten, oder Situationen, in denen der Umgang gelingt. Diese Ressourcen wahrzunehmen stärkt die Klasse und bietet konkrete Anknüpfungspunkte für Entwicklung.

Pädagogische Einordnung

Ressourcenorientierung verharmlost Schwierigkeiten nicht. Sie ergänzt den Blick auf Probleme um die Frage: Was funktioniert bereits – und wie kann mehr davon möglich werden? So wird Veränderung als etwas erlebt, das an vorhandene Fähigkeiten anknüpft.

Praxisbezug bei TEAMPROFI.schule

In Übungen und Reflexionen wird nicht nur benannt, was nicht geklappt hat. Die Gruppe fragt auch: Wer oder was hat uns geholfen? Wann war Zusammenarbeit gelungen? Welche Vereinbarung wollen wir beibehalten? Dadurch werden hilfreiche Strategien für den Alltag sichtbarer.

Abgrenzung

Stärken zu betonen darf nicht dazu führen, Belastungen zu übersehen. Kinder brauchen auch dann Schutz und Unterstützung, wenn eine Gruppe viele Ressourcen hat.

Autor: Hermann Schmidt · Aktualisiert: 28.07.2026